Donnerstag, 6. März 2014

CALDERON, Emilio: Das Geheimnis von Meißen


Bei dem Titel kann es sich doch eigentlich nur um ein Thema handeln: Das weiße Gold…
Und richtig, genau so ist es, seltsamerweise erzählt von einem Spanier.
Meißen ist zwar nicht Dresden, aber es befindet sich nur 30 km weiter elbabwärts. Und was wäre Dresden ohne das Weiße Gold.

In der äußeren Rahmenhandlung tritt der eigentliche Erzähler auf. Der ist Mitglied der nationalen geografischen Gesellschaft Spaniens und hört sich einen Vortrag an. In diesem erzählt ein Weiterer die ihm bekannt gewordene Geschichte eines schwerkranken opiumsüchtigen Offiziers, der in irgendeiner Beziehung zum Spanier Ossorio steht. Dieser ist auf der Suche nach dem Geheimnis des chinesischen Porzellans zu Beginn des 17. Jahrhunderts. In den Jahren also, in denen ein Johann Friedrich Böttcher am Hofe des Kurfürsten von Sachsen, August dem Starken eigentlich Gold herstellen soll.
Wie ein Wettlauf zwischen beiden mutet die Geschichte an.
Der schwerkranke Offizier ist Erzähler Nummer 3. Er erzählt in einem Buch die eben erwähnte Geschichte des Spaniers. Diese wird ebenfalls in der Ichform erzählt. Das klingt alles komplizierter als ist. Glaubts.

http://www.meissen.com/de
Für meinen Geschmack hätte die Herstellungsgeschichte des  ►Porzellans ruhig weitere 50 Seiten umfassen können. Aber das ist ja nicht schlimm und auch nicht jedermanns Sache.

Am Ende muss man schon genau lesen um die Auflösung der Rahmenhandlungen zu verstehen.

Spannende Geschichte – fiktive Rahmenhandlung mit wahrem Kern. Was zum Schmökern. Keine schlechte Idee.




 ► DNB / List / Berlin 2009 /  ISBN: 978-3-54860-931-7 / 288 S. / LITT-ART / LITaCOM

© KaratekaDD 

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