Sonntag, 3. November 2013

Tellkamp, Uwe: Der Turm

© Brigitte Friedrichs
Der Turm - Geschichten aus einem versunkenen Land

Uwe Tellkamp

Diesen Roman schrieb der 1968 geborene Dresdner Uwe Tellcamp. Im Jahr 2008 hat Suhrcamp das dicke Buch veröffentlicht. Teilweise autobiografisch erzählt Tellkamp von den letzten Jahren der DDR, ungefähr 1986 - 1989, am Beispiel der Familie des Oberarztes Richard Hoffmann an der Medizinischen Akademie Dresden. Dessen Sohn Christian ist die eigentliche Hauptfigur. Die Handlung spielt hauptsächlich in Dresden auf dem Weißen Hirsch. Tellkamp fabuliert fantastisch, leider bringt dies auch mal viel zu lange Sätze hervor. Aber die Beschreibungen der Dresdener Gegend ist wirklich herrlich.

Inhalt 
Ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben. Kein anderes Buch hat in den letzten Jahren gleichermaßen Kritiker und Publikum derart begeistert. 
Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Anne und Richard Hoffmann stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man sich vor den Zumutungen des Systems in die Dresdner Nostalgie flüchten? Oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Er hat Zugang zum Bezirk »Ostrom«, wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird. In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen beschreibt Uwe Tellkamp den Untergang eines Gesellschaftssystems.Suhrcamp - Insel

DNB / Suhrcamp - Insel / Berlin / 2010 / ISBN: 978-3-518-46160-0 / 972 S. / Litt-Art

© URDD

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